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Next Generation Energy

SolarWorld elektrifiziert Schulzentrum in Uganda

300109

Bildquelle: SolarWorld

Bonn (SolarWorld) – Die SolarWorld AG, SMA Solar Technology AG und Solartechnik Stiens GmbH und Co. KG haben in Rakai-Kooki/Uganda ein Schulzentrum mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.

Photovoltaik-Inselanlage

Das Schulzentrum, das auch ein Internat umfaßt und zukünftig um eine Berufsschule ergänzt wird, verfügte bisher nur über wenige Stunden Elektrizität am Tag. Eine Photovoltaik-Inselanlage, die nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden ist, sondern den erzeugten Solarstrom in Akkumulatoren speichert, sorgt nun rund um die Uhr für eine zuverläßige Stromversorgung. Träger des Projektes in Uganda ist der Verein „Together – Hilfe für Uganda e.V“. Neben dem gesamten Schulareal wurde gleichzeitig die im Bau befindliche Berufsschule an die Stromversorgung der PV-Anlage angeschlossen: In der Berufsschule soll künftig jungen Menschen eine praxisnahe Ausbildung in den Berufsfeldern Landwirtschaft, Elektrotechnik und Buchhaltung angeboten werden, um so die Basis für eine spätere Beschäftigung vor Ort und eine nachhaltige Verbesserung ihres Lebensstandards zu schaffen.


Solar2World

Die SolarWorld AG, die die Solarstrommodule stiftete, bündelt unter dem Dach Solar2World Projekte, die einen Beitrag zur regionalen Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern leisten. Gefördert werden dort insbesondere netzunabhängige (Off-grid) Solarstromlösungen, die beispielgebend sind für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Der Vorstandsvorsitzende Frank H. Asbeck erklärt: „In den ärmeren Regionen dieser Erde ist Elektrifizierung eine entscheidende Grundlage für eine faire Entwicklung. Das Projekt zeigt einmal mehr, wie mit einfachen Mitteln vor Ort geholfen werden kann.“

Schulung an der Anlage

Neben dem Aufbau der Anlage wurden auch Schulungen zur PV-Anlage durchgeführt. „Uns ist es besonders wichtig, neben der eigentlichen Installation der Anlage auch die Menschen vor Ort intensiv mit einzubeziehen“, erklärt Mario Vogel, Leiter des Projekts bei SMA. „Auf diese Weise stellen wir nicht nur den fachgerechten Betrieb und die Wartung der Anlage sicher, sondern fördern gleichzeitig auch den Wissenstransfer zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Photovoltaikanlagen.“

Bisher verfügte das rund 200 Kilometer von Ugandas Hauptstadt Kampala entfernte Schulzentrum nur über eine unzureichende Stromversorgung von wenigen Stunden am Tag durch einen Dieselgenerator. So konnten beispielsweise die rund 500 Schüler des Internats nach Einbruch der Dunkelheit, die in dieser Region bereits sehr früh einsetzt, nur noch ein bis zwei Stunden lernen. Häufig jedoch wurde der Generator erst gar nicht betrieben, da das Geld für Diesel fehlte.

Rund um die Uhr Strom

Mit der erfolgreichen Installation der PV-Anlage ist nun die für den Betrieb der Schule und der künftigen Lehrwerkstätten notwendige Stromversorgung sichergestellt: Eine Photovoltaik-Inselanlage mit einer Leistung von rund 10,4 kWp versorgt das Schulzentrum rund um die Uhr zuverläßig mit Strom. Dabei stellte SMA die Wechselrichter, Solartechnik Stiens GmbH und Co. KG die Materialien für die Montage und Verkabelung und SolarWorld die Photovoltaik-Module zur Verfügung.

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1 Kommentar

  1. Tolle Sache!

    Mangelnde Stromversorgung ist in Uganda noch ein echtes Problem, zumindest außerhalb der größeren Städte. Zwar versorgen sich viele mit Diesel-Generatoren, aber für die Umwelt ist das schlecht. Und aus eigener Tasche kann sich eine solche Anlage leider kaum jemand leisten.

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